Datenaufbereitung aus der Versorgungsroutine für Nutzbarkeit in Forschungsprojekten und Informationsgewinn für die Diagnostik und Behandlung – das ist die Zielsetzung der neuen Abteilung Medical Data Science an Universität Leipzig und Universitätsklinikum Leipzig.

Prof. Toralf Kirsten übernimmt neu geschaffene Professur und Abteilung für Medical Data Science

Leipzig, 04.08.2021. Prof. Dr. Toralf Kirsten wurde zum 1.8.2021 auf die von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gemeinsam etablierte neue Professur für Medical Data Science berufen. Damit übernimmt der Informatiker auch die Leitung der neu am UKL geschaffenen Abteilung Medical Data Science. Mit der Besetzung der Professur erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung der Ziele der bundesweiten Medizininformatik-Initiative (MII), an der das UKL und die Uni Leipzig seit 2018 mit dem SMITH-Konsortium beteiligt sind.

Die Digitalisierung in der Medizin ist ein aktuelles Schlagwort, das möglichst bald mit konkreten Inhalten und Anwendungen versehen werden soll. Dazu sollen die an mehreren Standorten in Deutschland geplanten Professuren für Medizininformatik beitragen. In Leipzig übernimmt nun Prof. Toralf Kirsten diese Aufgabe und beginnt damit die Arbeit auf diesem spannenden und zukunftsträchtigen Gebiet. Der 49-jährige Informatiker kann dabei nahtlos an seine bisherige Tätigkeit anknüpfen, die ihn bereits seit 2018 mit dem Projekt SMITH, dem in Leipzig beheimateten Teil der bundesweiten Medizininformatik-Initiative, verbindet. Bioinformatik und die Anwendung der Datenbanksysteme in den Lebenswissenschaften sind seit fast 20 Jahren Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit. Diese führt ihn nach Stationen an der HTWK Leipzig, dem Zentrum für Bioinformatik der Universität Leipzig, der Hochschule für Telekommunikation in der Messestadt und zuletzt der Hochschule Mittweida nun an die Leipziger Universitätsmedizin.

“In der Medizin fallen täglich sehr viele Daten aus der Versorgungsroutine an. An einem Universitätsklinikum wie dem UKL werden eine Vielzahl Laboruntersuchungen oder bildgebende Diagnostikunte