Ein Beitrag über die Zukunftswerkstatt:
Nach einem öffentlichen Ideenwettbewerb zum Thema Blockchain im Gesundheitswesen fand am 27.02.2019 im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine Zukunftswerkstatt[1] statt, bei der 20 der 142 Einreichungen vorgestellt wurden und eine Fachjury drei Gewinner prämierte. Auch 4 Mitglieder der Blockchain Research Group (Nikolas Sommer, Julian Balling, Alexander Linß und Laurin Wünsch) waren im Rahmen eines Projekts der DAVASO GmbH[2] auf der Veranstaltung dabei.
Die vorgestellten Konzepte reichten von blockchainbasierten Registern über die Abbildung des Organspende-Systems bis hin zu Produktion- und Lieferverfolgung von Arzneimitteln. Dabei waren die Reifegrade in technischer als auch unternehmerischer Sicht, sowie auch die Referenten höchst heterogen. Sowohl Einzelpersonen als auch Start-ups und Großunternehmen waren unter den vorgestellten 20 Ideen. Den Wettbewerb gewonnen hat das eBtM[3] (Preisgeld 15.000€), ein elektronisches Betäubungsmittelrezept in der Blockchain um Fälschungen von BtM-Rezepten zu verhindern. Den zweiten Platz belegte das Projekt decentralized Patient Constent Service (dPaCoS)[4] (Preisgeld 10.000€) welches Patienteneinwilligungen in einer Blockchain speichert und Institutionsübergreifend zur Verfügung stellt. Die drittplatzierte Idee stammt von einem etablierten Unternehmen, welches dem Arzt ermöglichen will, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) direkt in der Blockchain auszustellen[5] (Preisgeld 5.000€). Arbeitgeber und Versicherung können nach Freigabe auf die fälschungssichere AU zugreifen.
Der Fokus der Veranstaltung lag eindeutig bei den organisatorischen sowie wirtschaftlichen Potentialen der Konzepte, technische Details zur Ausgestaltung der Systeme wurden nicht thematisiert. Der Wettbewerb sollte dem Bundesministerium einen Überblick über Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain Technik in der Gesundheitsbranche aufzeigen.
Zukünftig will die Bundesregierung auch weiterhin das Thema Blockchain verfolgen und hat bereits eine Online-Konsultation zu dieser Thematik durchgeführt[6]. Ob Bundesminister Jens Spahn tatsächlich die Voraussetzungen für die erfolgreiche Integration von Blockchain-Anwendungen in das Gesundheitswesen schafft, bleibt weiterhin offen. #_ftnref5
[1] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/blockchain.html
[2] https://www.davaso.de/
[3] http://e-btm.org/
[4] https://dpacos.de/
[5] https://www.bdo.de/de-de/news/2019/krankschreibung-mit-blockchain-technologie-gesundheitsministerium-pramiert-digitalisierungsprojekt
[6] https://www.blockchain-strategie.de/BC/Navigation/DE/Home/home.html

Web3.Summit in Berlin:
Ein Bericht von Alex & Julian
Die Blockchain Research Group bringt Studierende und Experten aus Hochschulen mit Unternehmen zusammen. Damit bilden wir alle eine größere Community und teilen die Aufwände.
Ideen und Projekte sollen so gemeinsam starten und durchgeführt werden.
3. Hackaton für Dezember geplant
Die Blockchain Research Group plant für den 2.-3. Dezember den dritten Hackathon. Nachdem der Hackathon Ende Mai 2018 großes Interesse und interessante Projekte hervorgebracht hat, wurde das Konzept in ein jährliches Blockchain-Modul in der Lehre an der Universität Leipzig überführt. Im Kern des Blockchain-Moduls steht somit jährlich ein Hackathon. Im November 2018 fand der Hackathon erstmals im Rahmen der Lehre am Institut für Wirtschaftsinformatik an der Universität Leipzig statt.
Der Hackathon ist offen für Studierende, Interessierte und Unternehmen gleichermaßen. Studierende erhalten für das Modul 5 ECTS. Mit der Einschreibung zum Modul ist die Teilnahme am Hackathon Teil der Seminarleistung. Weitere Hochschulen können dieses Konzept ebenfalls anbieten und im Kern steht dann der gemeinsame Hackathon.
Unternehmen können Anwendungsfälle, sogenannte Challenges, in die Veranstaltung einbringen oder aber auch Entwickler teilnehmen lassen.
Blockchain-basierte Smart Services mit IoT und IoV

Mit Sensorik oder Prozessor-Units ausgestattete Geräte, Objekte, Alltagsgegenstände oder Maschinen sind in der Lage miteinander zu kommunizieren. Untersucht werden die Potenziale durch die Verbindung zwischen Smart Services und der Blockchain-Technologie.

Das Konzept Internet der Werte beinhaltet einen revisionssicheren Transaktionsmechanismus, mit dem digitale Werte, die zumeist Werte der realen Welt repräsentieren, künftig über das Internet verwaltet und gehandelt werden können. Auch hier nimmt die Bedeutung von Smart Services und der Blockchain-Technologie enorm zu.

Das Teilinstitut Digitale Dienstleistungssysteme und die BRG arbeiten im Smart Service Lab am IFDT zusammen.
Die Gründungsorganisationen
Institut für Wirtschaftsinformatik
- Gründungsmitglied
Prof. Rainer Alt - Forschung und Lehre
Universität Leipzig, Professur Anwendungssysteme
Universitätsrechenzentrum
- Gründungsmitglied
Dr. Stefan Kühne - Technologie und Evaluation
Universität Leipzig, Rechenzentrum
Wissenschaftliches Institut
- Gründungsmitglied
Dr. Jörg Härtwig - Praxisnahe Forschung
Institut für Digitale Technologien
Vergangene Veranstaltungen
| Master-Seminar “Blockchain” am Institut für Informatik, organisiert und durchgeführt von Prof. Alt / Dr. Härtwig vom Lehrstuhl Anwendungssysteme in Wirtschaft und Verwaltung der Universität Leipzig | Hackathon Mai 2018 |
| Modul “Blockchain Hackathon” organisiert und durchgeführt von Prof. Alt / Dr. Härtwig vom Lehrstuhl Anwendungssysteme in Wirtschaft und Verwaltung der Universität Leipzig | Hackathon November 2018 |












